Kleingedrucktes

Cistus incanus


Cistus incanus ssp. tauricus


Im alten Ägypten wurde das wertvolle Harz von Cistus incanus zum Parfümieren geschätzt und teuer gehandelt. In Griechenland war die wohltuende Wirkung bis ins Mittelalter bekannt, leider ist die Pflanze dann in Vergessenheit geraten, aber einigen der älteren Menschen der griechischen Inseln ist die Wirkung auch heute noch bekannt. Hier wird Cistus incanus in erster Linie als Tee verwendet.

Cistus incanus in der Medizin


1999 ereignete sich eine Renaissance für die Cistrose, da ihr Extrakt angeblich gegen das damals grassierende Vogelgrippevirus mit Erfolg eingesetzt werden konnte. Die Inhaltsstoffe der griechischen Bergrose sollen das Wachstum von Viren aller Art hemmen. Der Extrakt aus der Cistrose verhindert scheinbar, dass sich das Virus an Proteine 'anhängt', um in die Zellen einzudringen.

Das sonst übliche Verhalten der Viren des Anpassens und resistent Werdens an einen neuen antiviralen Stoff bleibt aus.

Weiterhin fand man heraus, dass die in Cistus incanus enthaltenen Stoffe angeblich das Immunsystem stärken, die Darmflora stabilisieren, Pilzerkrankungen wie Candida entgegenwirken und sogar in der Krebstherapie eingesetzt werden können. Der Gehalt an Polyphenolen, auch als Vitamin P bekannt, ist besonders hoch. Polyphenole sind Radikalenfänger, wirken hemmend auf unkontrollierte Zellvermehrung und sorgen für eine bessere Aufnahme von Vitamin C. Bei Akne und Neurodermitis soll ein Sud aus Cistrosenblättern helfen.

Der ideale Erntezeitpunkt ist im Sommer, kurz vor der Blüte. Dann sind die heilenden Inhaltsstoffe in großem Maße vorhanden.
Das Schnittgut an einem warmen, schattigen Ort auf einem Baumwolltuch ausbreiten und trocknen lassen. Danach in dunklen Gläsern, am besten mit Schraubverschluß, dunkel, kühl und trocken aufbewahren. Das getrocknete Blatt ist etwa zwei Jahre haltbar.

Tee aus Cistus incanus bereitet man aus den frischen oder getrockneten Blättern.

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